Kirchenmusik in Stolberg
 
Orgel der Finkenbergkirche
 
Laurentius Gilmann, Schwiegersohn des bedeutenden Orgelbauers Johann Jakob Brammertz in Kornelimünster, baute im Jahr 1730 die erste Orgel für die Finkenbergkirche.
Das Gehäuse dieser Orgel ist noch original erhalten.
 
Ansicht vom Kupfermeisterfriedhof
Historisches Orgelgehäuse von 1730
Kantor
Gunther Antensteiner
Geschichte der Orgeln in der Finkenbergkirche
 
1730 Orgel von Laurentius Gilman mit 14 Registern auf einem Manual und Pedal. Schon zu Beginn werden zahlreiche technische Mängel festgestellt.
1772 und 1816 Große Reparaturen.
1830 Reparatur und Umdisposition (Austausch einiger Register)
1900 Neue Orgel von W. Sauer (Frankfurt/Oder) mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal.
1917 Abgabe der Zinnpfeifen an die Rüstungsindustrie.
1933 Generalreinigung der Orgel durch Paul Faust (Schwelm).
1944/45 Schwere Beschädigungen an Kirche und Orgel durch Bomben und Granatenbeschuss.
1957 Erste notdürftige Reparaturen an der Orgel durch Willi Peter (Köln).
1974 Neue Orgel mit 23 Registern auf zwei Manualen und Pedal von Willi Peter (Köln). Damit der Organist den Chor auf der unteren Chorempore dirigieren kann, wird der Spieltisch von der Orgel- auf
die Chorempore versetzt, fahrbar gemacht und erhält eine elektrische Verbindung zur Orgel.
 
 
Disposition der heutigen Orgel (Willi Peter, Köln 1974)
 
I. Hauptwerk C – g’’’
Quintade 16’
Prinzipal 8’
Gedackt 8’
Oktave 4’
Gemshorn 4’  
Quinte 2 2/3’
Doppelrohrflöte 2’
Mixtur 1 1/3’ 4–6fach
Trompete 8’
Tremulant
 
 
Koppeln: II–I / I–Ped. / II–Ped.
3 frei einstellbare elektromechanische Kombinationen
Crescendowalze
fahrbarer elektrischer Spieltisch
II. Schwellwerk C – g’’’
Rohrflöte 8’
Englische Gambe 8’
Prinzipal 4’
Nachthorn 4’
Oktave 2’
Sesquialtera 2 2/3’ + 1 3/5’
Scharf 1’ 4fach
Dulcian 8’
Tremulant
 
Pedalwerk C – f’
Subbaß 16’
Oktavbaß 8’
Baßflöte 8’
Prinzipalflöte 4’ + 2’
Rauschwerk 2 2/3’ 3fach
Fagott 16